Tauwasser / Kondensat
Bei der Abkühlung der Luft steigt die relative Feuchte bis zu einem Maximalwert von 100 % an. Hier ist dann die Sättigung an Wasserdampf erreicht. Die dazugehörige Temperatur nennt man Taupunkttemperatur. Wenn sich die Luft noch weiter abkühlt, kann sie die gesamte Wassermenge nicht mehr an sich binden, und es bildet sich Tauwasser (auch Schwitzwasser oder Kondensat genannt), d.h. eine gewisse Wassermenge tritt vom dampfförmigen in den flüssigen Zustand über. Es ist also festzustellen, dass sich bei Abkühlung der Luft die relative Feuchte erhöht. Beim Erreichen der Sättigungsfeuchte und weiterer Temperaturabnahme kondensiert eine bestimmte Feuchtigkeitsmenge und es bildet sich Tauwasser.

Umgekehrt bringt kühle, feuchte Luft, die z.B. bei Nieselwetter (100% relative Feuchte) und ca. 0 ºC Temperatur in die Wohnung gelüftet und aufgeheizt wird, einen Trocknungseffekt. Bei Erwärmung auf 20 ºC sinkt die relative Feuchte auf unter 40 %.

Die Bildung von Tauwasser in Wohnräumen tritt verstärkt in den kühleren Jahreszeiten auf: Je niedriger die Außentemperaturen sind, desto größer ist die Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Außenluft und umso stärker fließt Wärme durch Außenwände und Fenster ab. Dieser Wärmeverlust wird durch das Heizen der Wohnung ausgeglichen, um angenehme Raumtemperaturen zu erreichen. Der Wärmefluss durch die Außenhülle eines Gebäudes ist keine feste Größe, er ist neben der Temperaturdifferenz Innen/Außen insbesondere von den Wärmedämmeigenschaften eines Bauteils abhängig.

Autor: M. Fliesenberg | Modern Facility Service
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